Mit Ressourcen-effizienz zur resilienten Industrie

Als ein zentrales Handlungsfeld für die Transformation hin zu einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Industrie gilt der effiziente Einsatz von Ressourcen. Im Mittelpunkt stehen die effiziente Nutzung von Energie-, Wasser- und Stoffströmen. Dazu zählen insbesondere die Nutzung bislang ungenutzter Abwärmepotenziale, die Reduzierung des Frischwasserbedarfs sowie die Schließung von Stoffkreisläufen im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, den Einsatz von Primärressourcen zu minimieren und gleichzeitig ökologische sowie ökonomische Potenziale besser auszuschöpfen.

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Ein wesentlicher Ansatz zur Umsetzung dieser Ziele ist die industrielle Symbiose. Sie ermöglicht die unternehmensübergreifende Nutzung von Ressourcen, indem beispielsweise Nebenprodukte wie Abwärme eines Unternehmens als Input für die Prozesse anderer Unternehmen eingesetzt werden. Dadurch können Ressourcen effizienter genutzt, Emissionen reduziert und die Resilienz industrieller Systeme gestärkt werden.

Vor diesem Hintergrund untersucht das vom Klima- und Energiefonds im Rahmen der Beteiligung an der Clean Energy Transition Partnership geförderte Projekt EISER (Energy Integration and Symbiosis for Enhanced Resilience), wie sich Ressourcen durch intelligente Prozessoptimierung und industrielle Symbiose systematisch erschließen, effizient nutzen und wirtschaftlich in Wert setzen lassen.

Dr. Johannes Leitner
Senior Researcher
Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz

Konsortium und Fallstudien

Als Anwendungsfeld dient die Zellstoff- und Papierindustrie, mit Fallstudien in Schweden, Italien und Österreich. Die Konsortialstruktur verbindet Forschung und Industrie: Koordiniert vom schwedischen Forschungsinstitut RISE arbeiten das Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz, das Kompetenzzentrum Holz und das Politecnico di Milano mit den Industriepartnern Mondi und Valmet zusammen.

Drei Arbeitsbereiche, ein Ziel

EISER verfolgt einen integrierten methodischen Ansatz aus Systemmodellierung, Pilotentwicklung und realen Fallstudien und gliedert sich in drei Arbeitsbereiche. Erstens symbiotisches beziehungsweise zirkuläres Prozessdesign: Anlagenplanung soll von der linearen Ressourcenauslegung zu einem kontextsensitiven Designprozess weiterentwickelt werden, der die Integration mit umliegenden industriellen Prozessen von Beginn an mitdenkt. Zweitens der Energie-Wasser-Nexus, also die Optimierung des Prozesswasserverbrauchs, die Wiederverwendung von Wasser sowie verbesserte Wärmerückgewinnung in Versorgung und Abwasserbehandlung. Drittens die energieeffiziente Trocknung, unter anderem durch den Einsatz von Wärmepumpen in einem der energieintensivsten Prozessschritte der Branche.

Vor diesem Hintergrund ist EISER mehr als ein Effizienzprojekt. Es adressiert die Frage, wie sich Ressourcenkreisläufe bereits in der Designphase industrieller Prozesse verankern lassen, statt sie nachträglich zu optimieren.

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Ihre Ansprechperson zum Projekt

Dr. Johannes Leitner
Senior Researcher
Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz