Konsortium und Fallstudien
Als Anwendungsfeld dient die Zellstoff- und Papierindustrie, mit Fallstudien in Schweden, Italien und Österreich. Die Konsortialstruktur verbindet Forschung und Industrie: Koordiniert vom schwedischen Forschungsinstitut RISE arbeiten das Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz, das Kompetenzzentrum Holz und das Politecnico di Milano mit den Industriepartnern Mondi und Valmet zusammen.
Drei Arbeitsbereiche, ein Ziel
EISER verfolgt einen integrierten methodischen Ansatz aus Systemmodellierung, Pilotentwicklung und realen Fallstudien und gliedert sich in drei Arbeitsbereiche. Erstens symbiotisches beziehungsweise zirkuläres Prozessdesign: Anlagenplanung soll von der linearen Ressourcenauslegung zu einem kontextsensitiven Designprozess weiterentwickelt werden, der die Integration mit umliegenden industriellen Prozessen von Beginn an mitdenkt. Zweitens der Energie-Wasser-Nexus, also die Optimierung des Prozesswasserverbrauchs, die Wiederverwendung von Wasser sowie verbesserte Wärmerückgewinnung in Versorgung und Abwasserbehandlung. Drittens die energieeffiziente Trocknung, unter anderem durch den Einsatz von Wärmepumpen in einem der energieintensivsten Prozessschritte der Branche.
Vor diesem Hintergrund ist EISER mehr als ein Effizienzprojekt. Es adressiert die Frage, wie sich Ressourcenkreisläufe bereits in der Designphase industrieller Prozesse verankern lassen, statt sie nachträglich zu optimieren.